Exklusive szenische Lesung des Buches „Adressat unbekannt“,
Am Freitag, den 13. März 2026 haben die 9b, 9c, 9e und die 10a im BKS die exklusive szenische Lesung des Buches „Adressat unbekannt“, erstmals 1938 im New Yorker 'Story Magazine' veröffentlicht, genossen.
Das Buch „Adressat unbekannt“ (Originaltitel: Address Unknown) wurde von Kathrine Kressmann Taylor (1903–1996) geschrieben.
Im Rahmen der Veranstaltungen anlässlich „1700 Jahren Jüdischen Lebens in Deutschland“ und in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung der Stadt Kiel und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit haben Ivan Dentler und der Verein Mahnmal Kilian sieben Aufführungen realisiert. Die szenische Lesung des Werkes wurden von den Kieler Schauspielern Ivan Dentler (Regie) und Felix Zimmer vorgetragen.
Das literarische Meisterwerk ist immer wieder und weiterhin von beklemmender Aktualität. Es geht hierbei um den Briefwechsel zweier Galeristen und das Ende deren Freundschaft in der Zeit des Nationalsozialismus.
Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Eisenstein betreibt die gemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Die beiden Männer bleiben in Kontakt und tauschen sich in ihren Briefen über Berufliches und Privates aus. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten. Es wird die dramatische Entwicklung einer Freundschaft und die Geschichte einer bitterbösen Rache geschildert.
Elke Heidenreich schreibt in ihrem Nachwort über das Buch: »Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zu viel, keines fehlt... Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben.«
Im Anschluss an die Lesung, welche ca. eine Stunde dauerte, konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen, welche Dentler und Zimmer dann beantwortet haben.
Wir waren alle der Meinung, dass diese Geschichte „leider“ heutzutage noch genauso aktuell ist, wie damals, zu Beginn des Nationalsozialismus und an allen Schulen Schleswig-Holsteins aufgeführt werden sollte.
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